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Plärrercup Halbfinale
Mata Hari Racing 666 –
Rathauskickers 4:3 i.E. (1:1, 1:1)
Es war das erwartet kampfbetonte
Spiel. Die Jungs von Mata Hari Racing, dem Vorjahresdritten gegen die
renommierten Rathauskickers, der Vertretung der Stadt Nürnberg. Von
Beginn an war klar, dass nicht nur der spielerische Aspekt, sondern
auch die Kampfkraft über den Ausgang des Spieles entscheiden würde. In
letzterer Hinsicht waren die Kneipenkicker aus der Weißgerbergasse
durch eine, sagen wir „Veranstaltung“ am Vortag deutlich geschwächt und
teilweise geradezu gezeichnet. Deutlich wurde dies dadurch, dass die
Kickers, die für ihre Spielstärke ohnehin schon bekannt sind, anfangs
auch in körperlicher Hinsicht überlegen waren und dies trotz ihres
hohen Altersdurchschnitts von weit über 40 Jahren!
In der ersten Hälfte kam so auf
dem gut bespielbaren, aber nassen Rasen auf dem Sportplatz
Bertolt-Brecht-Straße dann zwar ein schnelles, aber durch viele kleine
individuelle Fehler seitens der Spieler von Racing, kein hochklassiges
Spiel zustande. Aber auch die Rathauskickers hatten ihre Probleme und
versuchten meist vergeblich mit langen Bällen ihre schnellen Stürmer
ins Spiel zu bringen, aber meist war die Abwehrreihe um Libero Basti
Büschel aufmerksam, oder der Ball rutschte aufgrund der
Platzverhältnisse ins Toraus.
Zur ersten hundertprozentigen
Torchance kamen die Mata Haris nach dem bis dato ersten richtigen
Spielzug über links. Aber der schnell aufgerückte Manndecker Tobi
schoss aus etwa 12 Metern über das Torgehäuse.
Für größere Aufregung sorgte dann
eine kleine Rangelei nach einer Ecke für die Stadtfußballer. Mata Hari
Spieler Benni und sein Gegenspieler lieferten sich eine kleine private
Auseinandersetzung, die vom teilweise überforderten Schiedsrichter mit
je einer gelben Karte geahndet wurde. Für den Spieler der Kickers
bedeutete dies Gelb/Rot.
In Unterzahl keineswegs viel schlechter spielend, kam die Mannschaft
der Stadtverwaltung dann aber doch etwas glücklich zur Führung. Nach
einem schnell ausgeführten Einwurf auf Höhe der Mittellinie, wurde die
zu spät aufgerückte Mata Hari Hintermannschaft mit einem langen Ball
überrascht, den der sich nicht im Abseits befindliche Stürmer der
Kickers mit einem missglückten Stopversuch über den bis dato kaum
geprüften Torwart René, mehr unabsichtlich zum 0:1 ins Tor beförderte.
Nach dem Seitenwechsel war wieder
eine Schiedsrichteraktion der erste Höhepunkt. Die Grätsche von Benni
nach dem Ball, wurde von einem Kickers-Spieler dankbar als Stolperfalle
angenommen, so dass der bereits verwarnte Spieler der Mata Haris
ebenfalls mit der Ampelkarte das Spielfeld verlassen musste.
Vielleicht auch aufgrund des schwindenden Alkoholpegels kam die
Thekenmannschaft, aber von nun an immer besser ins Spiel und machte
mitte der zweiten Halbzeit viel Druck auf das Kickers-Tor.
Belohnt wurde der Druck mit dem 1:1 durch Adrian, der ein Getümmel nach
einer Ecke den Ball per Kopf ins Gegnerische Netz beförderte.
Im weiteren Spielverlauf
schwanden die Kräfte auf beiden Seiten merklich, so dass außer einer
Kopfballchance, die vom gut postierten Keeper René zunichte gemacht
werden konnte, nichts entscheidendes mehr passierte.
Coach Stephan musste 10 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch
einmal umstellen, weil Tobi mit Adduktorenproblemen vom Spielfeld
musste. Der bis dato auf links für Wirbel sorgende Fips übernahm die
ungewohnte Arbeit im Defensivverbund.
Mit dem 1:1 ging es in die
Verlängerung, die vom Plärrer-Cup-Team auf 2x 10 Minuten festgelegt
wurde. Nicht zuletzt dadurch, dass viele Spieler auf beiden Seiten
stehend K.O waren, passierte in der Verlängerung nicht mehr viel
erwähnenswertes.
Also mussten die Mannen von Mata Hari Racing 666 zum zweiten mal in
Folge ins Elfmeterschießen.
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Runde
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Rathauskickers
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Mata Hari Racing 666
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1
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X –
links halbhoch, René hält
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X –
Basti B., rechts hoch vorbei
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2
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1:0 –
links halbhoch, René dran
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1:1 –
Simon, rechts unten
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3
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X –
Latte
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1:2 –
Thomas Schweiger, rechst unten
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4
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2:2 –
rechts unten
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2:3 –
Patrick, links unten
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5
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3:3 –
rechts unten, René fast dran
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3:4 –
René, rechts halbhoch
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So war wieder einmal Keeper René der letztendlich spielentscheidende
Akteur, der pikanterweise den Elfer des gegnerischen Torwarts parrierte
und seinen eigenen (mit etwas Glück) verwandelte.
Allgemein muss man aber jedem Akteur zur großen kämpferischen Leistung
gratulieren.
Nach dem dritten Platz
im vergangenen Jahr, hat man nun mit dem Einzug ins Finale, den größten
Erfolg der Geschichte von Mata Hari Racing 666 bereits sicher und hat
nun die Chance den beiden Beerleaguetiteln den Championsleaguetitel
hinzuzufügen.
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